Kastration Hündin

Hündinnen können ab einem Alter von 7-8 Monaten kastriert werden. Dem Tier werden dabei in Vollnarkose beide Eierstöcke entfernt.

Das Narkoserisiko ist heute dank Inhalationsnarkose und Infusionen sehr gering.

Vorteile

Wir empfehlen, Hündinnen vor der ersten Läufigkeit zu kastrieren. Wissenschaftliche Studien beweisen klar, dass bei einer Frühkastration ein kleineres Risiko für Mammatumoren, Scheintächtigkeit, Gebärmuttervereiterung und Diabetes besteht. Die Kastration im Alter von 7-8 Monaten hat keine negativen Einflüsse auf Wachstum, Körperbau, Gesundheit oder auf die psychische Entwicklung.

Nachteile

  • Bei Spaniels, Settern, Langhaardackeln und Golden Retrievern können die Hormonumstellungen aufgrund der Kastration zu Fellveränderungen führen. Ältere kastrierte Hündinnen neigen eher zu Harnträufeln als nichtkastrierte Tiere.
  • Kastrierte Hündinnen verwerten das Futter besser, und können nach der Operation an Gewicht zunehmen. Dem kann mit einem geeigneten Futter oder einer Reduktion der Futtermenge entgegengewirkt werden.

Spritze zur Läufigkeitsunterdrückung

Die Läufigkeit kann auch durch Hormongaben mehrere Monate unterdrückt werden. Dabei nimmt aber das Risiko von Gebärmuttervereiterungen, Mammatumoren und Scheintächtigkeiten zu. An der Injektionsstelle kann es zu Fellverfärbungen kommen.                                                                                                      

Wegen diesen medizinisch relevanten Risikofaktoren raten wir von der lebenslangen Läufigkeitsunterdrückung ab.
Indikation der Hormongabe sehen wir v.a. im Herausschieben der Läufigkeit, damit ein geplanter Deckackt stattfinden kann oder wenn die Besitzer noch unschlüssig sind, ob sie ihre Hündin auch wirklich zur Zucht verwenden möchten.

 

Kastration Rüde

Der Rüde kann ab einem Alter von 12 Monaten kastriert werden.

In Vollnarkose werden beide Hoden entfernt. Nach der Kastration wird der Trieb für Herumstreunen, Markieren und aggressives Verhalten gehemmt.

Zudem sind Prostataerkrankungen und Hodentumore bei nicht kastrierten Rüden weitaus häufiger als bei kastrierten Tieren.

Nachteile der Kastration

  • Bei Setter, Spaniels, Langhaardackeln und Golden Retrievern kann die Kastration eine Fellveränderung zur Folge haben.
  • Die kastrierten Tiere verwerten das Futter besser und tendieren deshalb zur Gewichtszunahme. Dem kann mit einem geeigneten Futter oder mit Reduktion der Futtermenge entgegengewirkt werden.

 

Staupeerkrankung beim Hund

Staupe beim Hund - Eine beinahe vergessene Krankheit wird wieder aktuell! mehr...

Spulwurm

Spulwürmer-Die häufigste Wurmerkrankung bei Hund und Katze! mehr...

Tollwut in Italien

Wie sieht die aktuelle Tollwutsituation in Italien aus? Gibt es für mich als Reisenden nach Italien mit meinem Hund oder meiner Katze Vorschriften und News, die ich beachten sollte? mehr...